Im Zuge der globalen Bemühungen um eine echte Kreislaufwirtschaft steht die Verpackungsindustrie unter immensem Transformationsdruck.
Doch während in öffentlichen Debatten oft über neue Biokunststoffe und ähnliche neue Verpackungsmaterialien diskutiert wird, gerät eine
bereits sehr effiziente und technologisch ausgereifte Lösung etwas aus dem Blickfeld: Weißblech.
Dabei sprechen die Zahlen für sich. Laut aktuellen Bilanzen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (gvm) liegt die Recyclingquote für
Weißblechverpackungen aus dem privaten Endverbrauch in Deutschland stabil bei über 94 %. Damit nimmt das Material unangefochten eine
Spitzenposition ein.
Die technologische Überlegenheit des Kreislaufs
Der fundamentale Vorteil von Weißblech liegt in seinen inhärenten physikalischen Eigenschaften. Als sogenanntes „permanentes Material“
lässt es sich unendlich oft und ohne jeglichen Qualitätsverlust einschmelzen und wiederverwerten. Aus der Lebensmitteldose von heute wird
morgen eine Autokarosserie oder ein Bauteil für eine Windkraftanlage.
Zudem löst Weißblech das größte Nadelöhr moderner Sortieranlagen: Durch seine magnetischen Eigenschaften lässt es sich im Recyclingprozess
hocheffizient und automatisiert mittels Magnetabscheidern aus dem Abfallstrom separieren.
Eine weitere Stärke von Weißblech zeigt sich dort, wo maximale Sicherheit gefordert ist: beim Transport und der Lagerung von Chemikalien
und Gefahrstoffen. Das Material bietet eine vollständige Barriere gegen UV-Strahlung sowie eine praktisch undurchlässige Sperre für Gase
und Feuchtigkeit. Dadurch eignet es sich besonders für Produkte mit hohen Anforderungen an Produktschutz und Emissionssicherheit.
Dank seiner hohen mechanischen Festigkeit bleiben Stahlgebinde auch unter anspruchsvollen Transport- und Lagerbedingungen formstabil
und hervorragend stapelbar.
Ein wesentlicher Sicherheitsvorteil gegenüber vielen Kunststoffverpackungen ist die elektrische Leitfähigkeit des Metalls. Durch die Möglichkeit
der Erdung können elektrostatische Ladungen sicher abgeleitet und damit Zündgefahren beim Handling brennbarer Flüssigkeiten wirksam
reduziert werden. Im Brandfall trägt die hohe Temperaturbeständigkeit von Stahl dazu bei, die strukturelle Integrität des Gebindes länger
aufrechtzuerhalten als bei vergleichbaren Kunststoffverpackungen.
